23
Jan

 Angeln im Winter auf Zander

Inhalt:
1. Zander angeln Winter: 3 Tipps mit denen du garantiert Zander fängst
2. Zander-Köder Winter: Die erfolgreichsten Köder im Überblick
3. Zander im Winter mit Köderfisch
4. Zander im Winter mit Gummifisch oder Wobbler
5. Wo stehen Zander im Winter?
6. Zanderangeln Winter: Häfen sind Hotspots
7. Zander im Winter Kanal

 

 

Zander im Winter angeln: Eine kurze Übersicht

Das Angeln auf Zander zählt nicht nur im Winter zu den beliebtesten Angelarten für Raubfischangler. Mit den kälteren Wassertemperaturen ändern sich gewisse Verhaltensmuster der Fische, einige jedoch ändern sich auch gar nicht, verglichen mit anderen Jahreszeiten. In diesem Blogbeitrag geben wir dir die richtige Köderwahl, Spotwahl, sowie alles weitere mit an die Hand, um auch in der kalten Jahreszeit erfolgreich Zander zu angeln.

Lerne vom Zander-Profi: Einige der Tipps & Tricks dieses Beitrags stammen von langjährigen Zander-Angelguides. Wenn du alle Tipps zum Zanderangeln aus diesem Beitrag lieber Praxisnah direkt am Wasser lernen willst, findest du hier den passenden Angelguide

 

 

Zander angeln Winter: 3 Tipps mit denen du garantiert Zander fängst

 

1. Zander stehen tief (aber nicht nur)

Die wohl bekannteste Faustregel im Winter, die auf die meisten Fischarten zutrifft, ist: Der Fisch steht tief! Das trifft definitiv auch auf den Zander zu.

Dies trifft insbesondere auf stehende Gewässer zu. Außerdem gilt dies für das Angeln tagsüber. In der Nacht und in den Dämmerungsphasen kann dies jedoch anders aussehen, doch dazu später mehr.

Ein wichtiger Hinweis: Wenn du einen Fisch nicht verwerten kannst oder willst, angle in tiefen Gewässern nicht unter der 10-Meter-Marke. Die Fische schaffen selbst bei sehr langsamen “hochpumpen” nur selten den Druckausgleich und bleiben meist auf der Strecke.

 

2. Zander sind faul = Langsame Köderführung

Selbst im Sommer weiß man, wie faul Zander sein können. Nicht umsonst angelt man mitunter mit der "Faulenzermethode", bei der der Köder lediglich durch 1 Kurbelumdrehung beschleunigt wird, auf diese trägen Fische. Zander mögen selbst zur warmen Jahreszeit eine langsamen Köder und im Winter umso mehr. Die Fische fahren Ihren Stoffwechsel stark herunter, um so Energieeffizient wie möglich durch den Winter zu kommen.

3. Die besten Angelmethoden zur langsamen Köderführung

Dropshot-Angeln

Eine der langsamst möglichen Köder Führungsstile, perfekt für den Winter. Das Gewicht hat dabei zu jeder Zeit Kontakt zum Grund und der Köder schwebt knapp über Grund und kann Zentimeter für Zentimeter über den Gewässergrund geführt werden.

 

Carolina-Rig

Da bei diesem Rig das Gewicht und der Köder voneinander getrennt sind, eignet sich dieses Rig ebenso perfekt zu einer langsamen Köderführung.

 

Wobbler-angeln

Insbesondere zum Angeln im Fluss und in der Nacht auch im Winter eine Waffe. Ganz monotones, langsames Einholen wird dich zum Erfolg bringen. 

 

 

Zander-Köder Winter: Die erfolgreichsten Köder im Überblick

Für den ein oder anderen wird dies überraschend sein, jedoch ändern sich die Köder Vorlieben der Zander im Winter zu anderen Jahreszeiten kaum. Wenn auch die allgemeine Faustregel, dass im Sommer tendenziell kleinere Köder als im Winter gefischt werden, auch auf den Zander zutreffen. Wie bereits erwähnt, möchte der Zander mit so wenig Aufwand wie möglich so viel Nahrung wie möglich zu sich nehmen. Und genau nach dieser Regel kannst du auch im Winter sowohl deine Kunstköder, als auch den toten Köderfisch wählen. 

 

 

Zander im Winter mit Köderfisch

Das Köderfisch Angeln auf Zander ist seit jeher eine der besten Methoden Zander zu fangen. Insbesondere in Häfen, Kanälen und Seen kann das Angeln im Winter sehr effektiv sein. Zudem ist es einfach eine Grundmontage oder eine Posenmontage in diesen Gewässern zu platzieren, da weder Strömung noch lästige Hänger das Köderfischangeln erschweren. Angelst du an einem hängerarmen, langsam fließenden Fluss platziere deine Köderfische in den tiefen und strömungsberuhigten Bereichen, wie ausgespülten Löchern, Kehrströmungen und Strömungsschatten. Die Fangaussichten sind ebenso gut. Besonders gut eignen sich typische Zander Köderfische, wie kleine Rotaugen, Lauben (Ukelei) oder Grundeln, kurzum, kleine bis mittelgroße Köderfische zwischen 8-15cm funktionieren sehr gut. Ein Geheimtipp, insbesondere in Gewässern mit direkter Verbindung zum Meer können Stinte sein. Aber beim Köderfischangeln gilt natürlich wie immer die Regel: Biete an, was der Zander natürlicherweise im Gewässer selbst auch vorfindet. 

 

 

Zander im Winter mit Gummifisch oder Wobbler

Eine sehr interessante Frage, denn beide Köder funktionieren sehr gut, wenn sie richtig eingesetzt werden. Grundlegend kann man jedoch sagen: Fische im Winter 12cm lange Gummifische langsam durch die tiefen Gewässerbereiche. Flachlaufende Wobbler fischt du am besten in der Dämmerung und nachts an flachen Flussufern, Hafeneinfahrten, Häfen & Seen. Auch im Winter drücken die Zander ihre Beute nachts in die extrem flachen Uferbereiche und gehen dort auf Jagd. Hierzu empfehlen sich ebenso 12cm lange, flachlaufende Wobbler, am besten in Schwarz. 

 

 

Wo stehen Zander im Winter?

Wie bereits erwähnt, gibt es im Winter im Prinzip nur zwei Standorte der Zander, tagsüber sehr tief, nachts sehr flach. Aber all dies ist nur eine Theorie, solange sich in diesen Gewässerbereichen auch Beute aufhält. Im Winter konzentriert sich die Menge an Fisch auf einen sehr kleinen Bereich des Gewässers, meist in der wärmsten Zone des Gewässers. Findest du also die Verhaltensmuster der Beutefische in deinem Gewässer heraus und weißt, wo diese sich aufhalten, hast du auch die Zander lokalisiert. 

 

 

Zanderangeln Winter: Häfen sind Hotspots

Das Thema Wassertemperatur ist im Winter ein Entscheidendes. Insbesondere Häfen, die eine aktive Industrie haben, Warmwassereinläufe, viele bewirtschaftete Gebäude, die Wärme abgeben usw. sind ein perfekter Rückzugsort für Fische im Winter. Gerade in großen Flüssen wie dem Rhein, der Elbe oder der Donau, zieht es die Fische in großen Mengen aus dem strömungsreichen Flusswasser in das ruhige und meist wärmere Hafenwasser zum Überwintern. Hast du einen Hafen mit solchen Merkmalen in deiner Nähe, gib diesem im Winter unbedingt einen Versuch. Absolute Hotspots in jedem Hafen sind Spundwände. Oft stehen die Zander im Winter wie “festgenagelt” direkt, wenige Zentimeter von der Spundwand entfernt.